Eine Einrichtung, die es in den westlicheren Teilen
nicht gibt, ist das alljährliche Ausbildungszeltlager, welches traditionell über das
Himmelfahrtswochenende stattfindet. Die gesamte Mannschaft bezieht am Mittwoch Abend
Quartier im Zeltlager, welches für die nächsten 4 Tage als Basis für Ausbildung und
Einsatz dient.
Vollkommen unbekannt war uns dabei zunächst, daß alle Übungen als Einsatzübungen ablaufen und zunächst zumindest von einem normalen Einsatz nicht zu unterscheiden sind. Wir Aachener sind dabei komplett in den normalen Einsatzdienst integriert, und unsere Positionen auf den Fahrzeugen wechseln wie auch die der Naumburger im 24-Stunden-Turnus.
Das Spektrum der Übungen reicht von der Brandbekämpfung bis hin zu allen Facetten der technischen Hilfeleistung manchmal auch beides kombiniert, wie im Bild links bei einer Übung Verkehrsunfall mit Bus, Bus brennt.
Beim Ausbildungszeltlager 1999 hatten wir erstmalig die Gelegenheit, am
"Löschangriff" teilzunehmen. Dabei handelt es sich um das sachsen-anhaltinische
Gegenstück zum NRW-Leistungsnachweis. Eine Gruppe von 7 Feuerwehrleuten muß so schnell
wie möglich 2 C-Rohre vornehmen und je einen Zielbehälter durch ein enges Loch mit 10 l
Wasser füllen. Anders als beim Leistungsnachweis gibt es aber keine festen Regeln, wie
die einzelnen Funktionen verteilt sind und wie die einzelnen Tätigkeiten auszuführen
sind: Es zählt nur die erreichte Zeit. Der Landesrekord liegt dabei bei 37 Sekunden!
Mit einer Zeit von knapp einer Minute haben wir uns dabei recht gut behauptet. Rechts im Bild die Anfangsphase: Auf einem Holzpodest kann sich die Gruppe ihre Ausrüstung so anordnen, wie sie es für am zweckmäßigsten hält dabei dürfen lediglich sich die Schlauchkupplungen nicht berühren und nichts über den Rand des Podestes hinausschauen.
|
|
Nach der Übung: Aufstellung zur Nachbesprechung |
Blick von der DL auf den hinteren Teil des Wachgeländes mit den Zelten |